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Metz Moover im Test

Metz Moover im Test

Metz Moover im Test

Pünktlich zum Inkrafttreten der Verordnung für Elektrokleinstfahrzeuge (eKFV) am 15. Juni 2019 erhielten wir einen Metz Moover als Leihgabe zu Testzwecken. Wir haben den Moover auf Herz und Nieren getestet und präsentieren Euch hier unser Testergebnis.

Unboxing und Montage

Der Metz Moover wird in einem großen Karton, vormontiert geliefert. Um den Moover nutzen zu können, muss man nur die Lenkstange montieren und mit einem Drehmomentschlüssel festziehen. Ein normaler Inbusschlüssel ist dem Karton beigelegt, sowie eine Sicherheitskarte mit der Angabe, mit wieviel Newtonmeter die Schrauben angezogen werden sollen.

Konstruktion und Optik

Die Verarbeitung des Moover wirkt hochwertig und stabil. Erhältlich ist der Metz Moover aktuell in drei Farben, Schwarz, Grau und Rot. Die Gestänge sind aus einem leichten Aluminium und das Trittbrett aus einem edel wirkenden Holz. Auf dem Trittbrett sind 4 Anti-Rutsch Aufkleber angebracht, die sich leider im Test bei Temperaturen von 30 Grad und direkter Sonneneinstrahlung, gelöst haben.

Der Hebel um die Lenkstange umzuklappen ist aus Kunststoff, wirkt aber dennoch nicht „billig“.  Die Höhenverstellung des Lenkers wird durch zwei Sicherheitsbolzen begrenzt und mit einem Schnellspanner befestigt. Dadurch sind Lenkerhöhen von 100 cm bis 117 cm möglich, was für unsere beiden Tester mit Körpergrößen von 190 cm und 158 cm optimal war.

Bei der Bereifung handelt es sich um Schwalbe Reifen mit einem Autoventil, dadurch steht einem jede Tankstelle zum befüllen zur Verfügung. Gebremst wird der Moover über zwei Scheibenbremsen, die man durch Bremshebel am Lenker bedient.

Die Ladebuchse befindet sich auf der linken Seite unter dem Trittbrett. Geschützt wird die Ladebuchse durch einen Magnetdeckel. Auch der Ladestecker des Ladekabels arretiert sich mit einem Magnet im Stecker.

Der Bordcomputer ähnelt einem Fahrradcomputer und ist leicht verständlich. Er zeigt Meldungen wie den Betriebsmodus, die Firmwareversion und Fehler an. Außerdem die Geschwindigkeit, den Akkustand und die gefahrenen Kilometer.

Die Geschwindigkeit des Moover wird über einen Daumengashebel stufenlos reguliert. Im Sportmodus kann man den E-Scooter auf bis zu 20 km/h beschleunigen und im Schrittmodus auf 6 km/h. Damit der Motor eingreift muss man im Sportmodus mindestens 3 km/h erreicht haben und im Schrittmodus mindestens 2 km/h. In unserem Test hat dies ab und zu so nicht funktioniert und der Motor hat erst ab ca. 6 km/h eingegriffen.

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Reichweite

Wir sind mit dem Metz Moover zwei Wochen lang, täglich 20 km gefahren. Bei einem Körpergewicht von 100 Kg und wechselnden Untergründen wie Asphalt, Waldboden und Mineral, kamen wir gerade so mit einer Akkuladung aus. Durch Ampeln und viel befahrene Fahrradwege musste der Testscooter oft beschleunigen, was den Stromverbrauch des Akkus ebenfalls erhöhte.

Komplett Entladen benötigte das mitgelieferte Ladegerät zwischen 3 Stunden 20 Minuten und 4 Stunden, um den Akku wieder vollständig zu laden.

Fahrverhalten

Der 250 Watt Motor des Metz Moover beschleunigt den E-Scooter sehr zügig und merklich auf die Maximalgeschwindigkeit von 20 km/h. Wenn diese Grenze erreicht ist, lässt die Beschleunigung schlagartig nach, auch dies merkt der Fahrer deutlich. Allerdings hält der Moover die Geschwindigkeit auch unabhängig von dem Untergrund und den Steigungen, selbst bei 4% Steigung auf einer steilen Autobahnüberführung konnte der Moover die 20 km/h problemlos halten.

Der Moover ist mit seinem kleinen Wendekreis sehr wendig und bietet ein sehr angenehmes Kurvenverhalten. Selbst, wenn man sich stark in die Kurve legt, behält der E-Scooter den Grip und kippt nicht weg.

Anders sieht es mit dem Grip auf Mineralboden aus, dort hat man sehr schnell das Gefühl, dass der Moover wegrutscht oder kippt. Auf Waldboden kann der Moover wieder voll punkten, selbst kleinere Wurzeln sind kein Problem für den E-Scooter von Metz.

Das Bremsverhalten des Moovers ist sehr gut. Bei einer Gefahrenbremsung konnte ein Bremsweg (inkl. Reaktionszeit) von unter 2m erreicht werden.

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Fazit zum Metz Moover

Mit einem Preis von 1.998,00 € zählt der Metz Moover zu den teureren E-Scootern. Durch die verwendeten Komponenten und die hochwertige Verarbeitung ist der Preis für Metz Moover gerechtfertigt. Seine großen Luftgefüllten Reifen lassen den Moover auf jedem Untergrund gut fahren. Das Trittbrett aus Holz ist breit und lang genug, damit auch große Fahrer bequem auf dem Roller stehen können. Bergauf hält der E-Scooter problemlos die Maximalgeschwindigkeit von 20 km/h.

Alltagstauglich wird der Metz Moover durch die Möglichkeit Zubehör an der Lenkstange und auf dem Hinterrad zu montieren. Aktuell bietet Metz einen Korb, eine Taschenhalterung und ein Case an.

Negativ im Test fiel nur die Verarbeitung der Anti-Rutsch-Aufkleber auf dem Trittbrett auf, diese lösten sich bei einer Testfahrt im Sommer mit direkter Sonneneinstrahlung.

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Hier findest Du eine Übersicht der aktuellen zugelassenen E-Scooter und deren geplanten Lieferzeiten.

Metz Moover

1.998,00 €
8.6

Montage

9.0/10

Konstruktion und Optik

9.0/10

Reichweite

9.0/10

Fahrverhalten

7.5/10

Preis- und Leistungsverhältnis

8.5/10

Vorteile

  • Verarbeitung des E-Scooter
  • Großes Trittbrett aus Holz
  • 12" Luftgefüllte Reifen
  • Starker 250 Watt Motor

Nachteile

  • Anti-Rutsch-Aufkleber lösten sich im Test

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